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Was ist Ihre Firma wert? Unternehmensbewertung leicht gemacht

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Inhaltsangabe
Lesedauer 2 Minuten

Unternehmenswert: so ermittelt man den wahren Wert einer Firma beim Verkauf

Oft ist der erste Schritt beim Verkauf eines Unternehmens die Unternehmensbewertung. Schließlich sollten Sie wissen was Ihre Firma überhaupt Wert ist bevor Sie in die Verkaufsverhandlungen gehen. Der Begriff “Faustformel” im Zusammenhang mit dem Firmenwert bezieht sich auf eine grobe, oft vereinfachte Regel oder Richtlinie zur Bewertung eines Unternehmens. Diese Faustformel dient als allgemeine Orientierung und ermöglicht eine schnelle Einschätzung des Firmenwerts, ohne eine umfassende und detaillierte Bewertung vornehmen zu müssen. Es handelt sich dabei nicht um eine präzise Methode, sondern eher um eine grobe Näherung, die auf bestimmten Kennzahlen oder Faktoren basiert.

Die genaue Faustformel für die Bewertung eines Firmenwerts kann je nach Branche und Wirtschaftszweig variieren. In der Regel werden jedoch verschiedene finanzielle Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn, Cashflow oder auch bestimmte Multiplikatoren herangezogen. Es ist wichtig zu betonen, dass solche Faustformeln ihre Grenzen haben und nicht alle relevanten Aspekte eines Unternehmens angemessen berücksichtigen können.

In der Praxis ist eine umfassende Unternehmensbewertung oft komplexer und erfordert eine detaillierte Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit, der Wachstumsperspektiven, der Risiken und anderer Faktoren. Faustformeln können jedoch als grober Ausgangspunkt dienen, um einen ersten Eindruck vom potenziellen Wert eines Unternehmens zu bekommen, bevor eine tiefgehendere Analyse durchgeführt wird.

Faustformel für den Ermittlung des Firmenwertes

Die Ermittlung des Unternehmenswerts kann anhand vereinfachter Formeln erfolgen.

Eine gängige Faustregel besagt, dass der durchschnittliche Gewinn des Unternehmens mit einem Faktor zwischen 4 und 6 multipliziert werden kann, um den potenziellen Kauf- oder Verkaufspreis zu bestimmen. 

Dieser Preis spiegelt dann die aktuellen Marktwerte wider.

Es ist jedoch zu beachten, dass die tatsächlich erzielten Gewinne in verschiedenen Jahren sowie die Rechtsform des Unternehmens eine entscheidende Rolle spielen. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist es erforderlich, einen sogenannten kalkulatorischen Unternehmerlohn zu berücksichtigen. Im Falle von GmbHs hingegen wird das tatsächlich gezahlte Geschäftsführergehalt im Verhältnis zu den Branchenwerten betrachtet. Eine detaillierte Analyse unter Berücksichtigung dieser Faktoren ist entscheidend, um eine präzise Unternehmensbewertung vorzunehmen.

Unternehmensbewertung leicht gemacht

Methoden der Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung ist ein komplexer Prozess, der verschiedene Methoden und Ansätze umfasst. Hier sind einige der gängigen Methoden der Unternehmensbewertung:

  • Ertragswertverfahren (Discounted Cash Flow – DCF):

    • Diese Methode basiert auf den zukünftigen erwarteten Cashflows des Unternehmens.
    • Die zukünftigen Cashflows werden auf ihren Barwert abgezinst, um den gegenwärtigen Unternehmenswert zu ermitteln.
    • Berücksichtigt die Zeitpräferenz des Geldes und den Risikofaktor.
  • Vergleichsverfahren (Multiples):

    • Hier wird das zu bewertende Unternehmen mit ähnlichen Unternehmen in der Branche verglichen.
    • Gängige Multiples sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Umsatz-Multiple oder das EBITDA-Multiple.
    • Der Unternehmenswert wird durch Multiplikation des Vergleichswerts mit der entsprechenden Kennzahl ermittelt.
  • Substanzwertverfahren:

    • Berücksichtigt die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens.
    • Der Substanzwert wird durch Abzug der Verbindlichkeiten vom Vermögen des Unternehmens ermittelt.
    • Besonders relevant für Unternehmen mit erheblichen Sachwerten wie Immobilien oder Maschinen.
  • Marktwertmethode:

    • Ermittelt den Unternehmenswert anhand aktueller Marktpreise, beispielsweise durch den Börsenwert bei börsennotierten Unternehmen.
    • Bei nicht börsennotierten Unternehmen kann ein vergleichbarer Verkauf anderer Unternehmen in Betracht gezogen werden.
  • Liquidationswertverfahren:

    • Berücksichtigt den Wert, der erzielt würde, wenn das Unternehmen liquidiert und seine Vermögenswerte verkauft würden.
    • Häufig bei Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten angewendet.
  • Realoptionen-Ansatz:

    • Berücksichtigt die Möglichkeit, dass ein Unternehmen zusätzliche Optionen oder Chancen hat, die sich in der Zukunft auszahlen könnten.
    • Geeignet für Unternehmen mit unsicheren, aber wertvollen Entwicklungsmöglichkeiten.
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