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Unternehmensanteile kaufen – Wie Sie Firmenbeteiligungen & Anteile kaufen können

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Inhaltsangabe
Lesedauer 6 Minuten

Unternehmensanteile kaufen: Was Sie unbedingt wissen sollten: 

Die Investition in Firmenbeteiligungen ist eine Möglichkeit, um von einem Unternehmen zu profitieren, ohne es vollständig zu erwerben. Durch den Kauf von Firmenbeteiligungen können Anleger sowohl finanzielle Renditen als auch Einfluss auf das Unternehmen erlangen. In diesem Artikel werden wir Ihnen einen Überblick darüber geben, wie Sie Firmenbeteiligungen erwerben können und welche Schritte dabei zu beachten sind.

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Wie Sie Firmenbeteiligungen kaufen können

Unternehmensanteile kaufen: Wer eine Beteiligung an einer Firma kauft, erwirbt damit zugleich Miteigentum an dieser. Der Kauf erfolgt oft als Bareinlage und kann auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden. Der folgende Leitfaden gibt Ihnen einen ersten Überblick über eine mögliche erfolgreiche Vorgehensweise:

Leitfaden für den Kauf von Firmenbeteiligungen

 
  1. Machen Sie eine gründliche Recherche: Bevor Sie sich für den Kauf von Firmenbeteiligungen entscheiden, ist es wichtig, eine gründliche Recherche durchzuführen. Untersuchen Sie das Unternehmen, in das Sie investieren möchten, sorgfältig. Analysieren Sie seine Finanzen, Geschäftsstrategien, Wettbewerbsposition und das allgemeine Marktumfeld. Je besser Sie das Unternehmen verstehen, desto fundierter wird Ihre Entscheidung sein.
  2. Wählen Sie die Art der Beteiligung: Es gibt verschiedene Arten von Firmenbeteiligungen, die Sie kaufen können. Die bekanntesten sind Aktien und Unternehmensanleihen. Aktien stellen einen Anteil am Eigentum des Unternehmens dar, während Unternehmensanleihen Schuldtitel sind, die regelmäßige Zinszahlungen bieten. Überlegen Sie, welche Art von Beteiligung am besten zu Ihren Anlagezielen und Ihrem Risikoprofil passt.
  3. Entscheiden Sie über den Kaufweg: Es gibt mehrere Möglichkeiten, Firmenbeteiligungen zu erwerben. Eine Option ist der direkte Kauf von Aktien an einer Börse, wo Sie öffentlich gehandelte Unternehmen finden. Eine andere Möglichkeit ist der Erwerb von Aktien auf dem Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Aktien zwischen Investoren gehandelt werden. Alternativ können Sie auch in private Unternehmen investieren, entweder durch Risikokapitalgesellschaften oder über Crowdfunding-Plattformen.
  4. Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot: Um Firmenbeteiligungen zu kaufen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Das Depot dient als Ihr persönlicher Account zur Verwaltung Ihrer Beteiligungen. Vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter, um diejenige auszuwählen, die Ihren Anforderungen am besten entspricht.
  5. Beauftragen Sie einen Finanzberater: Der Kauf von Firmenbeteiligungen kann komplex sein, insbesondere wenn Sie wenig Erfahrung haben. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch zu nehmen. Ein erfahrener Berater kann Ihnen helfen, die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen und Ihr Portfolio zu diversifizieren.

Wann der Kapitalgeber beim Kauf von Anteilen investiert

Der Zeitpunkt, zu dem ein Kapitalgeber beim Kauf von Anteilen investiert, kann je nach Situation variieren. Es gibt grundsätzlich zwei Szenarien, in denen ein Kapitalgeber seine Investition tätigen kann:

  1. Vorgründungsfinanzierung: In einigen Fällen investieren Kapitalgeber bereits in einem sehr frühen Stadium des Unternehmens, bevor es offiziell gegründet wurde. Dies geschieht normalerweise, wenn ein vielversprechendes Geschäftskonzept oder eine innovative Idee vorhanden ist, aber das Unternehmen noch nicht gegründet ist oder über begrenzte Ressourcen verfügt. In dieser Phase wird oft von “Angel-Investoren” gesprochen, die ihr Kapital zur Verfügung stellen, um das Unternehmen zu unterstützen.

  2. Wachstumsfinanzierung: Dies ist der häufigere Fall, bei dem ein Kapitalgeber in ein bereits etabliertes Unternehmen investiert, das auf Expansionskurs ist oder zusätzliches Kapital benötigt. Dies kann geschehen, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, in neue Märkte zu expandieren, das Unternehmen zu restrukturieren oder andere strategische Ziele zu erreichen. In dieser Phase sind Risikokapitalgesellschaften, private Investoren oder sogar institutionelle Investoren wie Investmentfonds oder Pensionsfonds typische Kapitalgeber.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Zeitpunkt des Investments von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Entwicklungsstufe des Unternehmens, seiner Finanzlage, des Geschäftsplans und der Verhandlungen zwischen den Parteien. Oftmals wird eine detaillierte Due Diligence-Prüfung durchgeführt, um das Potenzial des Unternehmens zu bewerten, bevor der Kapitalgeber seine Investition tätigt.

Was gilt es bei Firmenbeteiligungen in Start-Ups zu beachten?

Bei Firmenbeteiligungen in Start-ups gibt es einige wichtige Aspekte, die Anleger beachten sollten. Hier sind einige Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Risiko und Rendite: Start-ups sind in der Regel mit höheren Risiken verbunden als etablierte Unternehmen. Das Potenzial für hohe Renditen geht oft einher mit einem höheren Ausfallrisiko. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass Start-ups ein gewisses Maß an Unsicherheit mit sich bringen und dass nicht alle Start-ups erfolgreich sein werden. Eine umfassende Risikoanalyse und Diversifikation des Portfolios können helfen, das Risiko zu minimieren.
  • Geschäftsmodell und Wachstumspotenzial: Untersuchen Sie das Geschäftsmodell des Start-ups sorgfältig. Analysieren Sie, ob es ein klares Marktbedürfnis gibt, das das Start-up adressiert, und ob das Geschäftsmodell langfristig tragfähig ist. Schauen Sie sich auch das Wachstumspotenzial des Unternehmens an, einschließlich des potenziellen Marktvolumens und der Wettbewerbssituation.
  • Das Gründerteam: Das Gründerteam spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg eines Start-ups. Untersuchen Sie die Erfahrungen und Qualifikationen der Gründer, ihre bisherigen Erfolge und ihr Engagement für das Unternehmen. Ein starkes Gründerteam mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz kann ein Indikator für zukünftigen Erfolg sein.
  • Marktpotenzial und Wettbewerb: Untersuchen Sie den Markt, in dem das Start-up tätig ist. Wie groß ist das Potenzial des Marktes? Gibt es bereits etablierte Wettbewerber? Eine gründliche Marktanalyse kann helfen, das langfristige Wachstumspotenzial des Start-ups zu bewerten.
  • Exit-Strategie: Eine Exit-Strategie ist wichtig, um Ihr Investment in ein Start-up in Zukunft zu realisieren. Überlegen Sie, wie und wann Sie Ihre Beteiligung veräußern könnten, entweder durch einen Verkauf an einen strategischen Investor, einen Börsengang (IPO) oder durch den Verkauf an andere Investoren.
  • Professionelle Beratung: Investitionen in Start-ups erfordern oft spezialisiertes Fachwissen. Die Zusammenarbeit mit professionellen Beratern wie Anwälten, Finanzberatern oder Risikokapitalgesellschaften kann Ihnen helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Ihre Investition zu schützen.

Berechnung von Firmenwert & Beteiligung

Die Berechnung des Firmenwerts und der Beteiligung hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann je nach Situation und Unternehmen variieren. Hier sind jedoch einige gängige Methoden und Faktoren, die bei der Berechnung berücksichtigt werden können:

1. Unternehmensbewertungsmethoden: 

a) Multiplikator-Methode: Diese Methode verwendet Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder das Umsatz-Multiple, um den Wert eines Unternehmens zu berechnen. Hierbei werden ähnliche Unternehmen in der Branche als Referenz herangezogen und ein Multiplikator auf den Gewinn oder Umsatz des zu bewertenden Unternehmens angewendet. 

b)  Discounted Cashflow-Methode (DCF): Diese Methode basiert auf der Diskontierung der erwarteten zukünftigen Cashflows des Unternehmens, um ihren aktuellen Wert zu ermitteln. Dabei werden die zukünftigen Cashflows mit einem Diskontierungssatz abgezinst, um den Barwert zu erhalten. 

c)  Substanzwertmethode: Diese Methode berücksichtigt den Wert der Vermögenswerte des Unternehmens, einschließlich der materiellen und immateriellen Vermögenswerte wie Anlagen, Patente, Marken usw.

2. Beteiligungsanteil: 

Der Beteiligungsanteil wird in der Regel in Prozent ausgedrückt und gibt an, wie viel Prozent des Unternehmens einem Investor gehört. Um den Beteiligungsanteil zu berechnen, wird der Wert der Beteiligung des Investors durch den Gesamtwert des Unternehmens geteilt und mit 100 multipliziert.

Beispiel: Wenn der Wert der Beteiligung eines Investors 1.000.000 Euro beträgt und der Gesamtwert des Unternehmens 10.000.000 Euro beträgt, beträgt der Beteiligungsanteil 10% (1.000.000 / 10.000.000 * 100).

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Der Ablauf einer Firmenbeteiligung

Der Ablauf einer Firmenbeteiligung kann je nach Art der Beteiligung und den spezifischen Umständen variieren. Hier ist jedoch ein allgemeiner Überblick über den typischen Ablauf:

  1. Identifizierung von Investitionsmöglichkeiten: Der erste Schritt besteht darin, potenzielle Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren. Dies kann durch persönliche Netzwerke, Branchenveranstaltungen, Investmentplattformen oder die Zusammenarbeit mit Finanzberatern oder Risikokapitalgesellschaften erfolgen.

  2. Due Diligence: Sobald eine potenzielle Investition gefunden wurde, ist es wichtig, eine sorgfältige Due Diligence durchzuführen. Dies beinhaltet eine eingehende Prüfung der finanziellen, rechtlichen und operativen Aspekte des Unternehmens. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Unternehmen, seine Stärken, Schwächen und potenzielle Risiken zu erhalten.

  3. Verhandlungen: Nach Abschluss der Due Diligence beginnen die Verhandlungen über die Details der Beteiligung. Dies umfasst oft die Ausarbeitung eines Beteiligungsvertrags, in dem die Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien festgelegt werden. Hier werden auch der Beteiligungsanteil, der Investitionsbetrag und andere Konditionen wie Exit-Optionen, Mitbestimmungsrechte oder Dividenden festgelegt.

  4. Investment und Kapitalübertragung: Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, wird das Investment getätigt und das Kapital wird an das Unternehmen übertragen. Dies kann in Form von Bargeld, Aktien oder anderen finanziellen Instrumenten erfolgen, je nach Vereinbarung.

  5. Beteiligungsmanagement: Als Investor haben Sie normalerweise das Recht, Einfluss auf das Unternehmen auszuüben und an wichtigen Entscheidungen teilzunehmen. Dies kann durch Sitzungen des Aufsichtsrats oder anderer Gremien erfolgen, je nachdem, wie die Beteiligung strukturiert ist. Es ist wichtig, eine klare Kommunikation und regelmäßigen Austausch mit dem Management des Unternehmens aufrechtzuerhalten.

  6. Exit-Strategie: In vielen Fällen ist eine Exit-Strategie Teil der Beteiligungsvereinbarung. Dies beinhaltet den geplanten Zeitpunkt und die Methode, wie Sie Ihre Beteiligung veräußern und Kapital realisieren können. Dies kann zum Beispiel ein Börsengang (IPO), ein Verkauf an einen strategischen Investor oder ein Rückkauf durch das Unternehmen selbst sein.

Zusammenfassung

Der Kauf von Firmenbeteiligungen kann eine attraktive Möglichkeit sein, um von den Erfolgen eines Unternehmens zu profitieren. Durch eine gründliche Recherche, die Auswahl der richtigen Art der Beteiligung, die Entscheidung über den Kaufweg, die Eröffnung eines Wertpapierdepots und gegebenenfalls die Unterstützung eines Finanzberaters können Sie Ihren Einstieg in den Markt für Firmenbeteiligungen erleichtern. Denken Sie jedoch daran, dass jede Investition mit Risiken verbunden ist, und konsultieren Sie bei Bedarf einen professionellen Finanzberater, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

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